Die Bergwelt des Pinzgaus

Eingebettet zwischen den Kitzbühler Alpen und den Kalkalpen im Norden und den Hohen Tauern im Süden liegt der Pinzgau. Dem Bergsteiger bietet sich hier eine kaum zu übertreffende Vielfalt. Die Kitzbühler Alpen, die „Grasberge“, bieten mit Ihrem sanften, runden Erscheinungsbild einen starken Kontrast zu den zerklüfteten Felswänden der Nördlichen Kalkalpen und den schneebedeckten Gipfeln der Hohen Tauern im Alpenhauptkamm.

Auch die Erschließung der einzelnen Regionen könnte kaum unterschiedlicher sein. Während in den Kitzbühler Alpen einige große Schigebiete entstanden sind, blieb die Bergwelt im Süden durch die Errichtung des Nationalparks Hohe Tauern beinahe unberührt. Auf einsamen Gipfeln kann man so fernab vom Trubel der heutigen Zeit die Stille und Ruhe der Natur genießen.

Der Nationalpark Hohe Tauern

Der Nationalpark Hohe Tauern ist Österreichs größter und ältester Nationalpark. Das Gebiet befindet sich im Hauptkamm der Ostalpen und zählt zum größten Schutzgebiet der Alpen. Es erstreckt sich mit 100 km von West nach Ost und 40 km von Nord nach Süd. Mit einer Fläche von über 1800 km² hat er Anteil an den österreichischen Bundesländern Salzburg, Kärnten und Tirol.

Charakteristisch für den Nationalpark Hohe Tauern sind die 3000er Gipfel (200 – darunter Großglockner und Großvenediger), ausgedehnte Gletscherfelder, eiszeitlich geformte Täler mit imposanten Talschlüssen, alpine Grasheiden aber auch große Wälder mit Fichten, Lärchen und Zirben.

Geschichte

Mit der Gründung des Yellowstone Nationalpark 1872 in den USA wurde der Grundstein gelegt für kommende Naturschutzgebiete weltweit. In Österreich reichen Bestrebungen zum Schutz des Hochalpenraum um den Großglockner zurück bis in die 1910er. Seit 1981 besteht der Nationalpark Hohe Tauern und wurde im Jahre 2006 durch die Weltnaturschutzunion (IUCN) international anerkannt. Das bedeudet das 75% der Fläche außer Nutzung gestellt sind. Skilifte, Hochgebirgsstraßen, Kraftwerksanlagen, Siedlungen usw. findet man hier nicht, der Schutz und die Erhaltung der Natur für kommende Generationen und Platz für Wissenschaft und Forschung stehen im Vordergrund.